Eine kurze Biografie - Türkei

Die endgültige türkische Besiedlung Anatoliens begann mit dem Eintreffen der Seldschuken im 11. Jahrhundert n. Chr.Das Osmanische Reich ging aus den Resten des Sultanats der Rum-Seldschuken hervorund war mehrere Jahrhunderte lang die entscheidende Macht in Kleinasien, im Nahen Osten, auf dem Balkan, in Nordafrika und auf der Krim. Hauptstadt war seit 1453 Kostantiniyye heutige Istanbul. Dieursprüngliche Heimat der Türken lag in Zentralasien und Westchina. Um 1299 begründete Osman I. das nach ihm benannte Osmanische Reich (auch Türkisches Reich genannt) und die Osmanen-Dynastie.

Die Türkei ist eine demokratische Republik in Asien und Europa. Der Einheitsstaat mit annähernd 99 Prozent muslimischer Bevölkerung ist laizistisch geprägt; er wurde nach dem Ersten Weltkrieg derNachfolgestaat des Osmanischen Reiches. Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk war bestrebt, die Türkei durch viele gesellschaftliche Reformen nach dem Vorbild verschiedener europäischer Nationalstaatenzu modernisieren.

Das Staatsgebiet grenzt im Nordwesten an Bulgarien und Griechenland, im Norden an das Schwarze Meer, im Nordosten an Georgien und Armenien, im Osten an den Iran, im Süden an den Irak, an Syrien undan das Mittelmeer sowie im Westen an das Ägäische Meer. Das Staatsgebiet der Türkei umfaßt eine Gesamtfläche von 814.578 Quadratkilometer, von denen 97% zu Asien und 3% zu Europa gehören. DieMeerengen Dardanellen und Bosporus sowie das zwischen ihnen liegende Marmarameer trennen den europäischen Teil der Türkei vom asiatischen Teil. Hauptstadt der Türkei ist heute Ankara.

Osmanische Tughra
Osmanische Tughra

Signum des Sultans - Fatih Sultan Mehmet          


+++++ Infos +++++

Einkaufen in den quirligen Bazaren und Märkten, ein Besuch lohnt sich !

Souvenirs

Viele Markenartikel sind in der Türkei deutlich günstiger als in den westlichen Staaten Europas, Vorsicht ist aber vor oft täuschend echt wirkenden Imitaten geboten.

Besonders beliebte Souvenirs sind Teppiche, Goldschmuck, Lederwaren und Textilien, Kupfer- und Messingartikel, Keramik, Wasserpfeifen sowie kandierte oder in Honig eingelegte Nüsse und Früchte.

Der Kauf von Antiquitäten ist wenig sinnvoll, da wirklich echte Stücke nicht aus der Türkei ausgeführt werden dürfen. Auf jeden Fall sollten sie bei wertvollen Artikeln den Kaufbeleg (wie auch Wechselbelege und Bank / Kaufquittungen, mit der genauen  Angabe von Geld und Devisen) aufbewahren, um bei der Ausreise den legalen Erwerb nachweisen zu können.

 

                        In der Türkei ist es wie in allen südlichen Ländern !

 

 

Die Türkei ist ein Einkaufsparadies und man kann durchaus super, tolle Schnäppchen machen, aber bitte nicht um JEDEN PREIS kaufen und nicht beim erst bestem Händler. Weil 20 andere Händler auch die gleiche Ware haben und man über den Preis sicher noch verhandeln kann. Aber bitte mit Respekt und Höflichkeit !!

 

 Handeln ist in der Türkei üblich. Das gilt jedoch nicht in Kaufhäusern und Supermärkten. Auch auf Märkten, auf denen die Bauern aus der Umgebung ihr Gemüse verkaufen, wird grundsätzlich nicht gehandelt. Aber bei Schmuck, Textilien, Teppichen und touristischen Souvenirs, kurz: Bei allen Waren, die nicht für das tägliche Leben benötigt werden, darf gefeilscht werden. Wichtig: Bei Führungen und längeren Taxifahrten sollte der Preis bereits vor Inanspruchnahme der Dienstleistung ausgehandelt werden !

 

Bei Schmuck ist es immer gut den aktuellen Tages Goldpreis zu wissen, bevor man zu überteuerten Preisen kauft und sich dann zuhause ärgert. ( die Schmuck-preise orientieren sich hauptsächlich am Goldpreis, der an den internationalen Finanzmärkten gezahlt wird. Dieser Preis schwankt seit vielen Jahren . Den aktuellen Goldpreis kann man unter anderem in der Zeitung nachlesen. )

Bei den Juwelieren sind demzufolge das Gewicht des Schmucks und der Gramm-preis die zentralen Rechengrößen. Da der Preis für ein Gramm Gold für die Juweliere eigentlich überall derselbe ist, kann man nur hinsichtlich des Preises für die Arbeitsleistung und der Gewinnspanne des Verkäufers handeln. Da der Schmuck größtenteils vor Ort hergestellt wird und in den einheimischen Goldverarbeitung Fabriken nur sehr niedrige Arbeitslöhne gezahlt werden, bekommt man in der Türkei qualitativ hochwertigen Schmuck zu einem relativ günstigen Preis. Dazu erhält man vom Juwelier ein Zertifikat, welches die Echtheit garantiert. Auch Silber- und Kupferschmuck kann man in der Türkei  günstig einkaufen. Aber wie schon anfangs erwähnt NICHT UM JEDEN PREIS !

Fazit :

Man sollte auch nicht jeden Händler gleich als schwarzes Schaf vor verurteilen, nur weil der eine oder andere Tourist schlechte Erfahrung gemacht hat. Schwarze Schafe gibt es in jedem Land auch bei uns im Westen . Der größte und überwiegende Teil der Bevölkerung und Händler, sind sehr Gastfreundlich , korrekt  und hilfsbereit !

Und jeder von uns weis auch, dass er im Bazar keine Originale kaufen kann um 5 € oder :o) dafür gibt es Fachgeschäfte. Warum einzelne Händler überteuerte Ware zum verkauf anbietet ,liegt auch an den Touristen selbst, weil manche Leute alles und um jeden Preis kaufen ohne an die Folgen zu denken !!!   Und genau solche Touristen machen den Preis , den dann alle bezahlen sollen !

 

http://www.goldkurs.com/index.php/aktuelle-goldkurse

 

Aktueller Goldkurs:

Umgerechnet in Euro sind das etwa 35,21 Euro pro Gramm Gold. (aktueller Goldkurs)

Die Verarbeitung beginnt bei 585er Gold,bei Preisvergleichen also immer auf die Gravur achten.

Bei den Türkischen Juwelieren  müssen Sie ihr ganzes Handelsgeschick aus probieren, denn zu Beginn wird Ihnen immer ein erhöhter Preis genannt werden.
Regel ist natürlich, je höher Ihr Gesamtkaufpreis ,je höher wird ihr Rabatt sein.

Sollte ein Verkäufer jedoch im Laufe des Verhandlung Gespräches 
den Preis um mehr als 40% reduzieren,  sollten Sie sich die Ware nochmals genau anschauen, denn solche Rabatte sind unseriös !!
 
Zoll:

Bei der Einreise in die Türkei muss der Reisepass noch mindestens 6 Monate gültig sein. Visum gibt es für 3 Monate 

online über die Konsulate und vereinzelnd noch am Zielflughafen !

 

 

Fazit : Also immer 2 x hinschauen und dem Einkaufs - Vergnügen steht nichts mehr im Wege - Viel Spaß !


Während Ihres Aufenthalts in der Türkei sollten Sie auf jeden Fall kranken versichert sein. Sämtliche Arzt- und Krankenhauskosten während eines Urlaubs in der Türkei werden immer als privat abgerechnet und sollten deshalb nur auf das absolut Notwendige beschränkt werden ! ( Eine private Reiseversicherung währe nicht schlecht  )

 

Zum Vergleich:

 

Ich bezahlte für eine Ambulante Behandlung mit Röntgen in der Türkei 209 € und bekam von meiner Gesetzlichen Gebietskrankenkasse 31.50 € zurück, da ein Arzt bei uns in Tirol für die gleiche Behandlung nur ca. 50 € bekommt ! Es wird auch nur mit original Belägen von einem Staatlichen Krankenhaus abgerechnet . 

http://www.justlanded.com/deutsch/Tuerkei/Gesundheit

 

In den größeren Städten gibt es Krankenhäuser, in denen deutsch- oder englischsprachige Ärzte arbeiten.

Staatliche Einrichtungen akzeptieren normalerweise nur Auslandskrankenscheine, die vorher von der SGK, der Sozialvesicherungsanstalt Sosyal Güvenlik Kurumu, umgeschrieben worden sind.

Private Ärzte muss man sogar häufig in bar bezahlen. Dafür muss man sich eine gut lesbare Quittung ausstellen lassen, die man dann bei seiner Krankenkasse einreichen kann (deutsch oder englisch). Außerdem übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen oft nur bestimmte Behandlungskosten.

Die häufigsten Beschwerden sind Sonnenbrand, Sonnenstich oder Magenprobleme. Daher sollte man auf Eis, Salate, allzu fettige Speisen oder Hackfleisch verzichten. Das Leitungswasser ist trotz Einsatz von Chlor bakteriell verunreinigt. Deswegen sollte man keinesfalls Leitungswasser trinken, sonder das in Flaschen abgefüllte Trinkwasser. Um sicher zu gehen, sollte man auch zum Zähneputzen kein Leitungswasser verwenden.

Impfungen sind für eine Reise in die türkischen Urlaubsorte nicht vorgeschrieben. Dennoch ist zu empfehlen, die Standardimpfungen wie Tetanus oder Polio aufzufrischen. Für eine Reise ins Landesinnere sollte man sich vom Arzt über zusätzliche Impfungen beraten lassen. Info: www.tuerkei.citysam.de

 

Die Reiseapotheke ist im Ausland immer sehr wichtig , weil einige Medikamente nicht bekannt sind !

 

Wichtige Rufnummern

 

Notruf: 155

Notarzt: 112

Feuerwehr: 110

Polizei: 155

Auskunft über Bereitschaftsdienste der Ärzte und Apotheken: 118

ADAC-Notruf Istanbul: 0212 / 288 71 90

 

Post/Telefon

Münz- und Kartentelefone sind in der Türkei flächendeckend vorhanden, Telefaxgeräte finden Sie in Hotels und in den Hauptpostämtern.

Zur Benutzung der Münztelefone sind spezielle Jetons nötig, die Sie, wie auch die Telefonkarten, in Zeitungsläden und Postämtern erhalten. Die Hauptpostämter sind leicht an den PTT-Zeichen (schwarze Buchstaben auf gelbem Hintergrund) zu erkennen und montags bis samstags von 8.00 bis 24.00 Uhr, sonntags von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.

Kleine Postämter bleiben abends und am Wochenende geschlossen. Der Landescode von der Türkei nach Deutschland ist 00 49, nach Österreich 00 43 und in die Schweiz 00 41.

Die Landesvorwahl der Türkei ist (00 90).

Die Vorwahlnummern in der Türkei gelten in der gesamten Provinz, bei Inlandsgesprächen wählt man eine 0 davor.

Handys funktionieren an der Küste und in den großen Städten.


In der türkischen Küche finden wir Gemeinsamkeiten mit der orientalischen und der griechischen Küche. Es gibt viel frisches Gemüse, Lamm und Hammel. Aromatische Gewürze geben den besonderen Geschmack.

 

Einladung zum Essen !

Was bei uns als manierlich gilt oder zum guten Ton gehört, wird anderswo eventuell zur Etikettefalle !

Sind Sie in der Türkei zum Essen eingeladen, freut sich die Gastgeberin vor allem über nützliche Gastgeschenke.

Alkohol und Blumen, wie bei uns üblich, sind keine adäquaten Mitbringsel. Findet das Essen nicht im Restaurant sondern in der Privatwohnung des Gastgebers statt, sollten Sie beim Eintreten die Schuhe ausziehen.

Wundern Sie sich nicht, wenn das servierte Essen nicht mehr ganz so heiß ist, wie Sie es von zu Hause aus kennen. Viele Speisen werden in der Türkei lauwarm gegessen. 
Als nicht nur unhöflich sondern vollkommen inakzeptabel gilt es, sich am Tisch die Nase zu putzen. Dies wird diskret in einem anderen Raum, z.B. auf der Toilette gemacht.

Als Abschluss eines Essens wird Ihnen meist Kaffee gereicht, traditionell mit einem Glas Wasser. Letzteres ist dazu da, den Mund zu reinigen und auf die Kaffeearomen vorzubereiten. Würden Sie das Wasser nach dem Kaffee trinken, wäre der Gastgeber sehr beschämt, da er befürchten muss, Sie wollen den Kaffeegeschmack loswerden…

Wird Tee serviert, stoppen Sie weiteres Nachschenken höflich, indem Sie den Löffel quer über das Glas bzw. die Tasse legen. Liegt der Löffel neben dem Glas, heißt dies, Sie haben noch nicht genug und Ihr Gastgeber wird Ihnen weiter nachschenken.

Kochgeräte

Früher wurde ein Herd, ein Backofen oder ein sogenannter “Tandır”, eine in den Erdboden eingelassene Backvorrichtung aus Ton benutzt. Heizmaterial war jeweils Holz. Die Töpfe und Pfannen bestanden aus Ton, Bronze, Kupfer und Eisen. Heutzutage kocht man auf Erd- oder Butangas oder benutzt Strom als Energiequelle. Moderne Herde und Backöfen haben den Platz der alten Kochstellen eingenommen. Auch die Form eines offenen Herdes, eines Vorläufers des heutigen Kamins, waren in früheren Zeiten sehr beliebt. Innerhalb dieser Feuerstelle war ein Rost, ein Dreifuß oder eine Vorrichtung aus Ton, worauf man die Töpfe und Pfannen während des Kochvorgangs stellen konnte. Unter dieser Vorrichtung brannte das Holzfeuer.

Die im Boden eingelassene Backvorrichtung “Tandır”, bestand aus Ton, die zu ebener Erde eine große Öffnung hatte. Das Holzfeuer brannte am Boden dieser mit Ton ausgekleideten Grube. Sobald das Feuer nicht mehr rauchte und nur noch die Glut vorhanden war, versenkte man den Topf mit den Speisen in die inzwischen erhitzte Grube und verschloss ihre Öffnung luftdicht mit einem Deckel.

Indem man Brotteig an die Wände des Tandır klebte, stellte man auch Brot her.

Eine andere Tandır-Form war auch die nach einer Seite hin geöffnete. In dieser wurden in der Regel Pasteten und Brote gebacken, indem man die offene Seite nach dem Beheizungsvorgang mit einer Klappe verschloss.

“Kuzine” nannte man eine altertümliche Kombination von Back- und Kochstelle, einem Vorläufer unseres heutigen Backherdes. Auch diese Vorrichtung wurde mit Holz beheizt, der Rauch zog durch ein Ofenrohr nach außen. Im geschlossenen Teil konnte gebacken, auf dem Herd gekocht werden. Da diese Herde gleichzeitig auch gute und wirtschaftliche Wärmespender waren, erfreuten sie sich lange Zeit großer Beliebtheit.

Töpfe, Pfannen und Ofenbleche

Versiegelte Tontöpfe werden im Türkischen “Güveç” genannt und werden nach dem Einzug von Emaille- und Chromtöpfen in der türkischen Küche kaum noch benutzt. Verzinnte Kupfertöpfe und –pfannen hingegen finden in vielen Haushalten noch Verwendung. Auch in Kochgeräten aus Teflon kocht man neuerdings gern.

“Saç” werden gewölbte Bleche aus Schwarzeisen genannt. Man kann sowohl die Innen- als auch die Außenseite benutzen. Auf der Außenseite werden in der Regel über dem offenen Feuer Brotfladen ”Yufka” oder gefüllte Teigtaschen “Börek” hergestellt. Weitere Spezialitäten sind Fleisch und Käse im Teig “Etli Ekmek”, “Gözleme”, sowie Fladenbrot “Pide” und Pasteten “Katmer”. Dreht man das Blech um, so kann man auf der Innenseite ebenfalls über dem offenen Feuer Fleisch schmoren, “Saç Kebabı”.

Koch- und Schöpflöffel aus Holz oder Metall (verzinntem Kupfer oder rostfreiem Stahl) werden zum Umrühren und Umschöpfen der Speisen, vom Topf auf die Anrichteplatten und von dort auf die Essteller, benutzt. Das Fleischbrett besteht aus festem trockenen Holz. Hier wird Fleisch gehackt oder geklopft, wofür man Messer verschiedener Größen und den Fleischhammer benutzt. Letzterer wird besonders bei der Vorbereitung von Koteletts, Kurzgebratenem und Hacksteaks eingesetzt.

Um Walnüsse, Sesam oder Knoblauch zu zerstoßen nimmt man für gewöhnlich einen Mörser. Haselnüsse werden in einer Handmühle gemahlen. Auch hier haben sich allerdings in den letzten Jahren elektrische Geräte wie Mixer und andere Zerkleinerungsgeräte durchgesetzt.

Geschirr zum Anrichten der Speisen

Heutzutage haben Schüsseln und Platten aus Porzellan, Glas und rostfreiem Stahl das ehemalige Vorlegegeschirr aus verzinntem Kupfer verdrängt. Da viele Gerichte der türkischen Küche mit viel Flüssigkeit zubereitet werden, ist der Löffel das wichtigste Esswerkzeug. Messer und Gabel werden aber auch in fast allen Haushalten verwendet. Auf dem Lande gibt es noch teilweise die Tradition, dass alle Familienangehörigen aus einer Schüssel essen. Hierbei werden die Mahlzeiten in große verzinnte Kupferschalen und –schüsseln umgefüllt die in die Mitte des Tisches gestellt werden, der wiederum auf einem kurzen, zusammenklappbaren Fuß direkt auf der Erde steht. Vor jeder Person, die im Schneidersitz rund um den Tisch sitzen, liegt jeweils ein Essbesteck, bestehend aus Messer, Gabel und Löffel. Hiermit bedient sich jeder aus dem “Sini”, der allgemeinen Anrichteschale, deren Ränder 30–40 cm hoch sind. Man beginnt mit einer Suppe, der ein Fleischgericht, dann Gemüse, Reis und eine Teigpastete folgen kann. Süßigkeiten bilden den Abschluss. Ein Tuch aus handgewebtem Stoff wird rund um den Tisch gereicht und erfüllt die Funktion einer Serviette. Händewaschen vor und nach dem Essen sind üblich. In den städtischen Haushalten herrscht eine moderne Esskultur vor, bei der jeder von seinem eigenen Teller isst.

Der Aufbewahrung von Lebensmitteln dienen Truhen und Kästen aus Holz, Krüge aus versiegeltem Ton, Stoffsäcke, Einmachgläser, Flaschen, sowie Plastikkanister und –dosen. Frisches sowie getrocknetes Obst und Gemüse wird in verschiedenen großen Körben aus Rohr- Weiden- oder Strohgeflecht getragen und gelagert. Große Metalltabletts werden oft anstelle einer Tischplatte verwendet.

Die Küche

“Mutfak” ist der verbreitetste Ausdruck für die Küche, die jedoch auch “Ocaklık”, “Aşevi”, “Aşdamı” oder “Ocak” genannt wird. Manche Gerichte, sowie Brot und Gebäck, die einer längeren Garzeit und größerer Hitzezufuhr bedürfen als der normale Herd bieten kann, werden auch schon mal außerhalb oder in einem besonderen Winkel der Küche zubereitet. Deshalb spricht man dann nicht von der Küche als Zubereitungsort, sondern z.B. vom “Tandır” usw.

Die türkische Küche ist nicht nur als Raum zum Essenkochen gedacht; manchmal wird hier auch gegessen und geschlafen und der Prozess der Essensvorbereitung sowie die Unterbringung der Kochgeräte beschränkt sich auf nur einen Winkel des Raumes.

In einem städtischen Haushalt jedoch ist die Küche eine abgeschlossene Einheit. Ist der Raum groß genug, nimmt die Familie zwar dort ihre Mahlzeiten ein, kommt allerdings Besuch, oder ist die Familie zu groß, wird der Tisch in einer dafür vorgesehen Ecke im Besuchersalon gedeckt. Trotz dieser weit verbreiteten neuen Tisch- und Essordnung ist die traditionelle Tafel, die in Bodennähe auf einem großen Tablett angerichtet wird, in vielen städtischen Haushalten auch noch anzutreffen.

Text: turkinfo.at